Geheimtipp aus der Marsala-Traube

Früher war Grillo als Hauptrebsorte für Siziliens berühmten Likörwein Marsala weit verbreitet. Als der aber aus der Mode kam, setzten viele Winzer auf andere Sorten. Doch jetzt erleben die wenigen verbliebenen Grillo-Trauben gerade ein tolles Comeback: erst nur als fruchtig-saftiger Alltags-Weißwein, mittlerweile gibt es aber auch schon die ersten hochwertigen Lagenweine.

Grillo - ein saftiger Allrounder

Grillo-Weine sind körperreich, saftig und sanft in der Säure - ganz typisch für so warme Anbaugebiete wie Sizilien. Beim Geschmack dominieren Steinobst und exotische Früchte, dazu kommt eine erfrischende Zitrusnote. Wer also mal was Neues sucht, was er zum Aperitif, zu leichter Mittelmeerküche oder als unkomplizierten Terrassenwein anbieten kann, ist mit Grillo auf jeden Fall bestens bedient.

Euer Victor Baumann

Michael Liebert
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Grillo kann mehr als Marsala

Die längste Zeit fristete Grillo ein Nischendasein unter den italienischen Rebsorten. Zugegeben, mengenmäßig spielt die Weißweinsorte bis heute in der Kreisliga. Aber es gibt einen deutlichen Trend: in den vergangenen Jahren wurde die Anbaufläche im Süden Italiens deutlich ausgeweitet, Grillo-Wein ist zunehmend nachgefragt. Denn eines ist längst klar: die einst nur für die Herstellung von Marsala verwendete Rebsorte kann auch Stillwein und das höchst aromatisch. Sie ist, das haben neueste DNA-Untersuchungen bestätigt, eine Kreuzung aus Cataratto und Zibibbo (Muscat d’Alexandrie). Gezüchtet wurde sie in den 1870er Jahren unweit von Agrigent durch Baron Antonio Mendola. Er nannte sie übrigens Moscato Cerletti, den Namen Grillo bekam die Sorte erst später.

Ein waschechter sizilianischer Wein

Grillo, die lokal auch Riddu, Rossese bianco oder Volpicello genannt wird, wird bis heute hauptsächlich in Sizilien, vor allem in der Gegend von Trapani, angebaut. Grillo ist dort für mehrere DOC-Gebiete zugelassen, darunter Alcamo, Erice, Marsala, Menfi oder auch als Grillo Sicilia DOC. Auch auf dem (süd-)italienischen Festland findet die spätreifende, sehr frostbeständige Sorte wieder zunehmend Anklang. So gibt es auch in einigen süditalienischen IGT-Klassifikationen Grillo-Weine, etwa im Salento, Basilicata, Avola oder auch Valle d’Itria. Außerhalb Italiens wird Grillo in geringen Mengen nur noch in Australien, Brasilien und Mexiko kultiviert – was vermutlich auf sizilianische Auswanderer zurückgeht, die ein paar Rebstöcke der heimischen Sorte mit im Gepäck hatten.

Aromatisch und gehaltvoll

Ein klassischer Grillo-Wein ist sehr hell in der Farbe, leicht strohgelb. Schön stoffig und extraktreich bringt er jede Menge frische Zitrusfrucht, Melone, weißen Pfirsich, Anklänge von Ginster, Minze, wilden Sommerblumen, Orangenblüten und je nach Terroir auch mineralische Würze ins Glas. Charakteristisch ist ein feiner Grip, der auf den leichten Gerbstoffgehalt der Traubenschalen zurückgeht. Das sorgt für Spannung am Gaumen und macht einen Grillo Sicilia zum animierenden Aperitif und Speisenbegleiter. Er passt sehr gut zu mediterraner Fischküche und Sushi, trumpft aber auch in Kombination mit Gemüseküche auf.